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Grill-Lexikon S bis T

Hier kommen die wichtigsten Tipps und Tricks für’s gelungene Grillen von S wie Sicherheit bis T wie Tropfschale:

Sicherheit

Wer grillt, geht mit Feuer um – und sollte besonders vorsichtig sein. Unfallursache Nummer eins ist die Verwendung von Spiritus, Benzin oder anderen brennbaren Flüssigkeiten zum Anfeuern. Das Problem: Diese Flüssigkeiten verdampfen blitzschnell und die Gaswolke ist hoch brennbar und unsichtbar – auch wenn Menschen darin stehen!
Die beste und sicherste Methode des Anfeuerns ist der Anzündkamin – den Sie aber nur mit Handschuhen anfassen sollten.

 Silikonpinsel

Öl oder Marinade hat man gern auf seinem Grillgut, verlorene Pinselborsten nicht. Mit Silikonpinseln sind Sie da auf der sicheren Seite – die haaren nämlich nicht. Außerdem vertragen sie die Spülmaschine problemlos, sind sehr langlebig und natürlich auch jenseits des Grillens in der Küche immer gut zu gebrauchen.

Smoker

Smoker sind Grillgeräte, die beim amerikanischen Barbecue zum Einsatz kommen. In ihnen wird das Grillgut nicht direkt über der heißen Glut gegart, sondern indirekt im Rauch, der in eine Garkammer geleitet wird. Fans schätzen Smoker wegen der ebenso zarten und saftigen Ergebnisse und des typischen Räucher-Aromas.

Tipp: Wer sich kein extra Gerät anschaffen will, um seine Grillgerichte zu aromatisieren: Räucherchips und Räucherbrett sind handlichere Alternativen.

Spieße

Mit Grillspießen bekommen Sie alles auf den Grill, was sonst durch den Rost fallen könnte. So können Sie aus Fleischstücken, Gemüse, Meeresfrüchten und vielem anderen leckere Kombinationen kreieren.

Holzspieße sind sehr günstig, können aber nur einmal verwendet werden. Metallspieße können Sie immer wieder verwenden. Achten Sie aber bei Metallspießen darauf, dass sie abgeflacht sind – sonst rutscht das Grillgut leicht beim Wenden ab.

Tipp: Wenn Sie Holzspieße verwenden: Wässern vor dem Grillen nicht vergessen, damit die Spieße nicht verkokeln!

Temperaturtest

Der Grill raucht, die Kohle glüht – jetzt kann’s losgehen! Aber Moment – laut Rezept benötigen Sie „mittlere Hitze“. Woran erkennen Sie jetzt, wann ein Grill „mittlere Hitze“ produziert? Ganz einfach: Halten Sie Ihre Hand etwa 12 cm über die Glut und zählen Sie die Sekunden, bis Sie die Hand wegziehen müssen. So können Sie die Temperatur recht exakt bestimmen:

  • 1 bis 2 Sekunden: hohe Hitze
  • 3 bis 4 Sekunden: mittlere bis hohe Hitze
  • 5 bis 6 Sekunden: mittlere Hitze
  • 6 bis 7 Sekunden: niedrige bis mittlere Hitze
  • 8 bis 9 Sekunden: niedrige Hitze

Tipp: Am besten grillt es sich mit Temperaturzonen. Wenn Sie die Hitze exakt bestimmen wollen, sollten Sie mit einem Thermometer arbeiten.

Achtung: Halten Sie keine brennbaren Gegenstände während des Temperaturtests in der Hand!

Temperaturzonen

Temperaturzonen sind ein Trick für Fortgeschrittene –aber ein ganz einfacher mit großer Wirkung!

Das Problem: Wenn die Kohle erst mal glüht, lässt sich die Grilltemperatur nicht mehr regulieren. Manches wird zu schnell fertig, anderes zu langsam oder auch alles auf einmal.

Die Lösung: Teilen Sie Ihren Grill in verschiedene Zonen ein, in denen es ganz, mittel und wenig heiß ist. So können Sie nicht nur jedem Grillgut die optimale Temperatur gönnen, sondern auch den Zeitpunkt steuern, zu dem alles fertig ist. Etwa indem Sie die fast fertigen Würste, die grade keiner will, in die wenig heiße Zone verschieben – das ist nämlich Ihre Warmhalteplatte!

Und so wird’s gemacht: Schichten Sie die Kohle treppenförmig von links nach rechts auf. Je mehr Kohle in einer Zone glüht, desto heißer ist es dort. Also: Links die dünne Kohleschicht für wenig Hitze, in die Mitte die mitteldicke Kohleschicht für mittlere Hitze und rechts die dicke Kohleschicht für große Hitze. Von rechts nach links geht das natürlich genauso gut….

Thermometer

Wer genau wissen will, was im Fleisch los ist, muss messen. Wissen müssen das alle, die sich Großes vornehmen – etwa einen Braten. Hier verrät nur das Thermometer, ob das Grillgut auch im Kern gar ist.

Die Methode „anschneiden und nachschauen“ ist nicht empfehlenswert – wenn der angeschnittene Braten zurück auf den Grill muss, verliert er über die Schnittfläche Saft und wird trockener.

Für den schnellen Check zwischendurch gibt es klappbare Taschenthermometer. Beim indirekten Grillen möchte man aber nicht allzu oft den Deckel lüften. Hier hilft ein Thermometer mit Temperatursonde weiter. Diese bleibt im Grillgut und meldet über Kabel oder Funk, was sich im Fleisch tut. Bei Modellen mit Funkübertragung kann sich der Grillmeister sogar entspannt um seine Gäste kümmern, statt den Grill zu bewachen.

Tropfschale

In der Tropfschale landet beim indirekten Grillen alles, was sonst im Grill verzischt. Sie wird mittig unter dem Grillgut positioniert, während seitlich von ihr die Glut liegt. Dass sie dort steht, hat einen guten Grund: Fleischsaft und –fett sind eigentlich zu schade, um in der Glut zu verpuffen – sie sind nämlich eine hervorragende Basis für Soßen.

Tipp: Sollte mal keine Tropfschale zur Hand sein, tut es auch eine einfache stählerne Auflaufform in der passenden Größe. Teflonbeschichtete Formen eignen sich nicht, weil sich die Beschichtung bei den Temperaturen der glühenden Kohle löst.


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