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Umtopfen im Frühjahr

Die Tage werden im Frühjahr wieder länger – genau die richtige Zeit, die Topfpflanzen einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

Ist der Umzug in ein größeres Gefäß nötig?

Umtopfen – für die einen ein staubiges Fiasko, für andere ein sinnlicher und nutzbringender Zeitvertreib. Natürlich muss nicht alles Grünes und Blühendes umgehend ein neues Zuhause bekommen. Nur wenn Wurzeln bereits in der Fensterbank verwachsen sind oder sich außerhalb des Domizils zeigen, wird es höchste Zeit für einen etwas größeren Topf und vor allem für „frische“ Erde.

Was ist zu tun?

Einfach und schnell kann „renaturiert“ werden, wenn die Wurzeln gesund sind. Ein wenig Zeit ist erforderlich, wenn sich braune, nasse oder gar glitschige Wurzelfragmente zeigen. Dann stimmt es oftmals mit der fürsorglich gemeinten Pflege nicht. Vergossenes muss einer Radikalkur unterzogen werden. Es folgt ein harter Wurzelschnitt. Doch zuvor muss das verbrauchte und vernässte Erdreich weitest möglich entfernt werden. Verfilztes Wurzelwerk lässt sich vorsichtig mit einer Gabel oder Drahtbürste aufreißen. Schadhafte Wurzeln dabei gründlich wegschneiden. Dieser Arbeitsvorgang regt die Pflanze zum neuen Verwurzeln an. Vorausgesetzt, sie wird nicht wieder durch zuviel Bewässern ertränkt.

Der neue Topf sollte – als geltende Faustregel – immer zwei bis drei Finger breit größer sein. Und wer darauf achtet, dass die Pflanze im neuen Topf auf gleicher Höhe zum Rand steht wie vorher, bereitet ihr eine große Freude. Ob Ton- oder Plastiktöpfe – dem blühenden Grün ist das vermutlich egal. Neue Tontöpfe sollten vor dem Bepflanzen ins Wasser gelegt werden, damit keine Wasserkonkurrenz zwischen der sich vollsaugenden Tontopfwand und der „durstigen“ Erde entsteht. „Plastiktopf-Pflanzen“ benötigen etwa ein Drittel weniger Wasser. Wer sehr sparsam ist, muss bei der Wiederverwendung gebrauchter Pflanzgefäße viel Zeit investieren. Allein das Entfernen der Salz- und Kalkreste mit Bürste und kochendem Wasser, um Krankheitskeime abzutöten, kostet viel Zeit und Energie.

Wer umpflanzt, darf besonders bei allen höheren, größeren Pflanzgefäßen eine zwei bis drei Zentimeter starke Dränageschicht aus Tontopfscherben oder Blähton im inneren des Topfbodens nicht vergessen. Der Grund: So kann das überschüssige Gießwasser sicher ablaufen (eine Untertopfschale fängt das Wasser auf), es bildet sich im Substrat (Blumentopferde) keine Staunässe, die unweigerlich zu Wurzelfäule führen würde.

Heute gibt es die verschiedensten Blumenerden-Spezial-Substrate, so dass es möglich ist, für „sein“ Zimmergrün das Richtige zu finden. Je billiger die Erde und damit oft verknüpft auch die Qualität, um so weniger nutzt sie langfristig der Pflanze. Jedes Umtopfen bedeutet für das Gewächs Arbeit, denn es muss neue Wurzeln bilden. Damit nicht mehr Wasser über die Blätter verdunstet, als über das zunächst ramponierte Wurzelsystem nachgeliefert werden kann, sollten die Umgetopften etwa zwei Wochen vor zu viel Sonnenlicht geschützt werden.


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